Rückstände durch überdosiertes Reinigungsmittel

Rückstandsproblem · Medizintechnik · ISO 8 Montage

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Betreiber (anonymisiert)
Medizinprodukte­hersteller Klasse Ib

Ausgangssituation

Boden- und Wandreinigung mit alkalischem Detergens; Ansatz erfolgte manuell mit Messbecher.

Problemstellung

Zunehmende Klebrigkeit der Böden, Streifen­bildung, gehäufte Partikel­nachweise an Arbeitsplätzen mit Bodenkontakt.

Kontaminationsrisiko

Erhöhte Anhaftung von Partikeln durch klebrige Filme; potenzielle Beeinträchtigung sichtbarer und funktionaler Sauberkeit von Bauteilen.

Bisheriges Verfahren

Manuelles Anmischen ohne Dosierhilfe, Anweisung über Volumen­verhältnis.

Ursachenanalyse

Systematische Über­dosierung durch ungenaue Volumen­messung und wechselndes Personal.

Geprüfte Optionen

  • Konzentrat­beutel mit fester Dosierung
  • Automatische Dosier­station
  • Wechsel auf Ready-to-use-Produkt

Umgesetzte Maßnahme

Umstellung auf Dosier­station mit kalibriertem Fluss; SOP mit Vorgabe der Zielkonzentration und Prüfschritt via Teststreifen.

Nachweismethode

Teststreifen-Prüfung nach Ansatz, visuelle Kontrolle, Partikel­monitoring.

Ergebnis

Rückstands­bild verschwand innerhalb von 4 Wochen; Reklamationen zu klebrigen Böden zurückgegangen.

Grenzen der Aussage

Erhöhter Investitions­aufwand für Dosier­station.

Übertragbare Erkenntnisse

  • Manuelle Volumen­angaben sind fehleranfällig – Dosierhilfen minimieren Streuung.
  • 'Mehr hilft mehr' ist bei Reinigungsmitteln oft kontraproduktiv.
  • Rückstands­kontrolle sollte Teil des Reinigungs­programms sein.

Quellen

  • ISO 14644-13, Reinigung von Oberflächen
  • VDI 2083 Blatt 5, Betrieb