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Betreiber (anonymisiert)
Medizinproduktehersteller Klasse Ib
Ausgangssituation
Boden- und Wandreinigung mit alkalischem Detergens; Ansatz erfolgte manuell mit Messbecher.
Problemstellung
Zunehmende Klebrigkeit der Böden, Streifenbildung, gehäufte Partikelnachweise an Arbeitsplätzen mit Bodenkontakt.
Kontaminationsrisiko
Erhöhte Anhaftung von Partikeln durch klebrige Filme; potenzielle Beeinträchtigung sichtbarer und funktionaler Sauberkeit von Bauteilen.
Bisheriges Verfahren
Manuelles Anmischen ohne Dosierhilfe, Anweisung über Volumenverhältnis.
Ursachenanalyse
Systematische Überdosierung durch ungenaue Volumenmessung und wechselndes Personal.
Geprüfte Optionen
- Konzentratbeutel mit fester Dosierung
- Automatische Dosierstation
- Wechsel auf Ready-to-use-Produkt
Umgesetzte Maßnahme
Umstellung auf Dosierstation mit kalibriertem Fluss; SOP mit Vorgabe der Zielkonzentration und Prüfschritt via Teststreifen.
Nachweismethode
Teststreifen-Prüfung nach Ansatz, visuelle Kontrolle, Partikelmonitoring.
Ergebnis
Rückstandsbild verschwand innerhalb von 4 Wochen; Reklamationen zu klebrigen Böden zurückgegangen.
Grenzen der Aussage
Erhöhter Investitionsaufwand für Dosierstation.
Übertragbare Erkenntnisse
- Manuelle Volumenangaben sind fehleranfällig – Dosierhilfen minimieren Streuung.
- 'Mehr hilft mehr' ist bei Reinigungsmitteln oft kontraproduktiv.
- Rückstandskontrolle sollte Teil des Reinigungsprogramms sein.
Quellen
- ISO 14644-13, Reinigung von Oberflächen
- VDI 2083 Blatt 5, Betrieb
